Moin zusammen,
ich wollte hier mal eine kleine Umbaustory zum besten geben, vielleicht hilft sie ja irgenwann mal wem, oder einfach nur zum schmunzeln.
Nachdem ich schon ein paar Monate mit dem Lufi-Umbau durch die Gegend fahre und vor allem mit der Leistung und dem Ansprechverhalten gut zufrieden bin, dachte ich, überzeuge ich meinen Vater, der auch Firestorm fährt, dass ich ihm im Rahmen der diesjährigen Frühjahrsinspektion auch den Umbau einbaue.
Da ich meine Vergaser aus diversen Gründen schon gefühlte 10 Mal aus- und wieder eingebaut hatte, sollte das eigentlich ein Kinderspiel werden. Nachdem das Ventilspiel kontrolliert und an einem Einlassventil korrigiert worden war, ging es an den Zusammenbau. Nach ein bisschen Gefummel am Spritzschutz war dann alles wieder zusammen. Um das wieder anspringen zu beschleunigen dachte ich, könnte man vorab mit einer Spritze etwas Unterdruck auf den Benzinhahn geben, damit die Schwimmerkammern direkt gut gefüllt sind. Wider erwarten und trotz Starthilfe einer Autobatterie wollte der Hobel nur sehr widerwillig anspringen, kam dann aber doch.
Puh, Erleichterung. Zumindest keine groben Schnitzer gemacht :D Dann den Motor schön warmlaufen lassen und synchronisiert. Gasannahme war okay, aber nicht überragend :15: Eine Probefahrt offenbarte zudem massive Leistungeinbrüche bei höheren Drehzahlen und/oder offenen Drosselklappen. Bei meinem Vater machte sich ein wenig "Hätten-wir-mal-alles-so-gelassen-wie-es-war-Stimmung" breit..
Auf Verdacht mal den Benzinhahn gecheckt und siehe da, Membran gerissen. Abermals Erleichterung. Neues (Zubehör)-Teil beim Hondahändler geordert und in den nächsten Tagen eingebaut.
Erste Erkenntnis: Die Passform der neuen Membran ist nicht gerade überragend, der Einbau war arg fummelig, bis der Hahn wirklich so funktioniert wie er sollte.
Zweite Erkenntnis: Die Probleme sind wenn überhaupt gemildert, aber nicht weg :16:
Was nun?
Die Probleme fühlten sich weiterhin stark nach Spritmangel an, aber am Benzinhahn lag es jetzt definitiv nicht mehr. Vielleicht doch bei den Steuerzeiten was verkehrt gemacht? Wir haben auf manuelle Spanner umgebaut, dabei aber alles doppelt und dreifach penibel gecheckt :08: Allerdings traten die Probleme dafür bei zu verschiedenen Drehzahlen auf, was für mich gegen Steuerzeiten sprach.
Also, es nützt ja nichts, Vergaser müssen wieder raus. Übung war ja vorhanden :D Vielleicht ist ja doch wieder Dreck in den Düsen, oder ein Schwimmerventil öffnet nicht richtig, oder oder oder. Nach dem Öffnen der Schwimmerkammern war das Problem aber schnell identifiziert:
Ich war beim Einbau der neuen Hauptdüsen wohl entweder zu sensibel oder unaufmerksam gewesen, jedenfalls kam mir jene direkt entegegen; Sie hatte sich gelöst, komplett losgerappelt und schwamm fröhlich in der Schwimmerkammer herum.
Andere Kammer auch noch gecheckt, auch diese Düse war etwas locker (:23:), saß aber immerhin noch an Ort und Stelle . Alles wieder rein und siehe da, der Ofen rennt :14:.
Das problem war also, dass bei weit geöffnetem Vergaserschieber, also dem Bereich, in dem vor allem die Hauptdüse das Gemisch bildet, die Gemischzusammensetzung "leicht" gestört war :11: